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Das Adventlicht im Watzingwald 

 
Das Adventlicht im Watzingwald
 
 
Beim Paulgori wohnte eine Witwe mit einem kleinen Kinde. Es war Adventszeit und das Kind war krank. Die Frau war so arm, dass sie das Öl für ein Nachtlicht nicht kaufen konnte. Anstatt nun das Öl von reichen Leuten zu erbitten, stahl sie es in der Marktkirche aus der Ewigen-Lichtlampe. Zur Strafe muss sie seit ihrem Tode in der Adventszeit zwischen 12 und 1 Uhr nachts dem leuchten, den sie trifft, oder dem, der sie darum ersucht.

Die Thomastochter in Hart wollte am 21. Dezember das Rorateamt in Lavamünd besuchen. Als sie aufwachte, stand ihre Uhr. Sie meinte, es sei Zeit zum Kirchenbesuch, und ging fort. Im Watzlingwalde begegnete ihr eine Frau ohne Kopf, welche in der hohlen Hand ein brennendes Öllicht hatte. Diese drehte sich um und begleitete die Thomastochter bis auf die Watzinghöhe. Dort blieb sie stehen und sagte: „Nimm mir`s nicht übel!“ Im selben Augenblick schlug es auf der Uhr in Lavamünd eins und die Erscheinung war verschwunden.

In einem schneelosen Winter führte ein Fuhrmann in der Christnacht Bier nach Lavamünd. Als er um Mitternacht in den Watzingwald kam, brach ihm ein Wagenrad. Während er in der Dunkelheit den Schaden auszubessern versuchte, sah er zwischen den Bäumen fortwährend ein Lichtlein hin- und herhuschen. Da rief er in den Wald hinein:“ Funzt`s nit da drinnen hin und her, leuchtet´s lieber mit!“ Da kam eine kopflose Frauengestalt, die in der hohlen Hand ein Öllicht trug und leuchtete ihm, bis er den Schaden ausgebessert hatte.
 
Münze

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 06.18.2009 - 09:33:08 Uhr
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