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Das Harlingerkreuz 

 
Das Harlingerkreuz
 
Vor vielen Jahren schenkte die Schwaigerbäurin aus Greuth einem Knaben das Leben und bat die Schwarzbäurin aus Zeil, als Taufpatin zu fungieren, was diese gerne tat.

Einige Tage nach der Taufe schickte die Schwarzbäurin der Wöchnerin, so wie es Brauch war, einen großen Korb mit Weißbrot, Hühnern, Rindschmalz, Wein und Leinwand. Sie wollte sich nicht lumpen lassen und machte den Korb besonders voll und schickte zwei Mägde damit los. Als die Mägde zur Stelle kamen, wo sich der Weg von Lavamünd nach Greuth mit dem nach Zeil kreuzt, sank eine Magd tot zu Boden. Als Andenken errichtete man an der Stelle ein schlichtes Holzkreuz.

Die Magd war aber sehr fromm gewesen und so duldete sie auch nach dem Tod nicht, dass an ihrem Gedächtniskreuz unchristliche Reden gehalten wurden. Jeder, der dies tat, musste bald sterben.

Einmal im Fasching gingen die Mägde vom Jauk und vom Greiner in der Nacht von einer Tanzerei nach Hause. Beim Harlingerkreuz verabschiedeten sie sich. Die Greinermagd aber meinte, sie wolle noch geschwind einen Rosenkranz beten. Die Jaukmagd lachte nur und sagte, sie wolle lieber ein lustiges Lied singen. Bald darauf hörte die Greinermagd ein entsetzliches Schreien und Hilferufe. Als sie nach ihrer Freundin schauen wollte, sah sie nur mehr, wie diese beim Bergrutsch in der Nähe des Weinzierl über den Hang hinunterkollerte. Trotz eifrigen Suchens konnte man aber ihre Leiche nie finden.
 
Münze

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 06.18.2009 - 09:29:30 Uhr
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