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Aktuelles 

Mit 66 Jahren...

Erstellt: 19.03.2018 07:54:00

Mit 66 Jahren…

Eine Tagung über Fragen, die einen typischerweise erst in reiferen Jahren beschäftigen

Am 20. April öffnet die FH Kärnten mit der Tagung „Mit 66 Jahren…" am Campus Villach ihre Pforten für die interessierte Bevölkerung. Ein Reigen von Vorträgen gibt Orientierung in wichtigen Fragen rund ums Alter(n).


„Mit 66 Jahren…

…da fängt das Leben an", so der Refrain in Udo Jürgens bekanntem Song. Was man doch alles im Alter man endlich anfangen kann! Dinge realisieren, zu denen man bisher keine Zeit hatte. Dennoch, manchmal kommt es anders als man denkt. Sehnsüchte, Wünsche, Ziele werden über den Haufen geworfen, weil Familienstrukturen sich geändert haben, es in der Partnerschaft vielleicht nicht mehr so gut läuft, weil ein Pflegefall in der Familie andere Aufmerksamkeiten erfordert.

 

Was einen dann beschäftigt

Die zweite Lebenshälfte – Wer weiß schon, wann sie begonnen hat? – wirft oft eine Menge Fragen auf: Wer bin ich? Wo will ich hin? Ist der Mensch, mit dem ich lebe, noch der, mit dem ich alt werden will? Was tun, wenn die alte Liebe gerostet ist? Die Antworten darauf muss wohl jeder selber finden. Die Tagung soll in seinen ersten beiden Beiträgen von Mag. Martina Pruckner, Obfrau von Elder Mediation Austria und Inhaberin der Professur für Recht im Gesundheitswesen an der FH Kärnten, und Gottfried Kühbauer, Autor des Ratgebers „Wenn alte Liebe doch mal rostet", hilfreiche Ideen dazu liefern. Der Vortrag „Nein, meine Mutter pfleg‘ ich nicht?" zeigt auf, dass in welche Zwickmühle Angehörige mit Eintritt eines Pflegefalls geraten. Fühlt man doch einerseits eine familiäre Verpflichtung, sich um den pflegebedürftigen Menschen zu kümmern! Inwieweit haben aber in einer solchen Situation persönliche Bedürfnisse hintanzustehen? Wie weit reicht fürsorgliche Verantwortung? Susanne Dungs, Leiterin des FH-Studiengangs Disability & Diversity Studies und selbst pflegende Angehörige, berichtet von ihren Erfahrungen und zeigt Lösungsstrategien aus solchen Dilemmata auf.

 

Über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten

Sterben und Tod sind immer noch große Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Viele Menschen sind schon aufgrund ihres Alters unmittelbar davon betroffen. Dennoch wird nicht offen darüber gesprochen. Mit Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten ist die letzte Lebensphase, rechtlich recht gut regelbar. Rechtsanwalt Mag. Felix Fuchs und Notar Mag. Dr. Josef Trampitsch informieren über Vertreterentscheidungen, Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten sowie die Übertragung von Besitz und Eigentum. Das Was, Wann und Wie werden die beiden Referenten in ihren Beiträgen aufgreifen und wie die anderen Vortragenden auch, für persönliche Fragen zur Verfügung stehen.

 

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„Information, Diskussion und Erfahrungsaustausch in einer Tagung sind wichtig, doch nur ein Teil zur Lösung", betont Mag. Martina Pruckner. „Alle Tagungsthemen haben eines gemeinsam: Sie sind konfliktträchtig, sei es, weil sie uns an unsere eigenen Grenzen bringen, sei es weil unsere eigenen Vorstellungen mit den Interessen anderer im Widerspruch stehen". Mag. Ulrich Wanderer empfiehlt, sich zur Lösung solch schwieriger Lebensfragen mit den Betroffenen zusammenzusetzen und zeigt die Vorteile von Vorsorgedialogen, Familienkonferenzen und Mediationen auf.

 

Auf den Punkt gebracht

 

Die Tagung „Mit 66 Jahren…" will neben den Sachinformationen vor allem eines bewirken: Bewusstsein schaffen dafür, dass es sinnvoll ist, Schwierigkeiten im Alter anzusprechen, weil Belastungen nicht allein getragen werden müssen.

 

Tagungswebsite: http://www.fh-kaernten.at/unser-studienangebot/weiterbildungszentrum/ueberblick/ (Link: Tagungen und Kongresse)

Ansprechperson:

Mag. Martina Pruckner

FH Kärnten
Hauptplatz 12, 9560 Feldkirchen in Kärnten

05 90500 4115

m.pruckner@fh-kaernten.at

 

 

 

 

 

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